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Chronik


Dorfbrunnen 1958Die Gemeinde Bischbrunn besteht in der jetzigen Form seit dem 1. Mai 1978. Zu ihr gehören die Gemeindeteile Bischbrunn und Oberndorf, sowie die Weiler Breitsol,  Neubau, Schleifmühle , Straßlücke, Sylvan und das Torhaus Aurora. Die Gemeinde hat fast 2000 Einwohner und gehört seit 1978 zur Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld.

Bischbrunn ist eine von 40 Gemeinden des Landkreises Main-Spessart, Regierungsbezirk Unterfranken, Freistaat Bayern.
Bischbrunn war bis 1975 Sitz eines der ältesten Forstämter Bayerms, das als Folge der Landkreisgebietsreform (1972) nach Marktheidenfeld verlegt wurde. Dem Schulverband Bischbrunn gehören die Ortschaften Bischbrunn und Oberndorf, Esselbach mit Kredenbach und Steinmark, sowie die Marktheidenfelder Stadtteile Altfeld, Michelrieth und Oberwittbach an. Grundschulort ist in Oberndorf. Die frühere Hauptschule, jetzt Mittelschule, ist in Marktheidenfeld.

Im Jahr 1338 ist Bischbrunn im Spessarter Försterweistum als "Bischofborn" erstmalig urkundlich nachzuweisen. Die von den Rieneckern im Anschluss an Oberndorf begonnene Gründung dürfte daher zwischen 1280 und 1338 in die Oberhoheit von Mainz gelangt sein. Die Ansiedlung von Mainzer Bediensteten für Wald- und Jagdbelange zu den bisher rieneckischen Bauern hat dabei sicher zur Festigung der Mainzer Herrschaft beigetragen, denn Bischbrunn blieb bis zum Ende des "Alten Reiches" 1806 Mainzer Besitz.

Oberndorf, das 1492 erstmals unter diesem Namen genannt wird, ist als Erweiterung der Streifengüter Esselbachs anzusehen, die wahrscheinlich nach 1240 unter Rienecker Regie gerodet wurden. Die relativ späte Nennung Oberndorfs als eigener Ortsname ist auf die Zugehörigkeit zu Esselbach, mit dem es bis 1708 eine Gemeinde und ein Gericht bildete, zurückzuführen. Für eine Datierung in das 13. Jahrhundert sprechen auch Funde von Glasscherben und Reste eines Hauses im Oberndorfer Ortsgebiet.

Noch heute ist der "Oberndorfer Trieb", ein ca. 15m breiter und von der ehemaligen Bundesstraße 8 (jetzt Staatstraße 2312) bis zur Staatswaldabteilung "Platte" reichender Weg mit beiderseits verbuschten Böschungen und kleinen Krautgärten. An sich nichts besonderes. Doch bis zum Beginn der bayerischen Zeit war er Landesgrenze zwischen Kurmainz und dem Fürstbistum Würzburg. Auf seiner ganzen Länge war er "Niemandsland", war Gült, Zins und Zehend frei.

Straßlücke 1958Ein aktives Vereinsleben in beiden Ortsteilen gestaltet das kulturelle und gesellige Geschehen in der Gemeinde, die am Rande des Hochspessarts liegt. Keine Industrieabgase verunreinigen die saubere und manchmal rauhe Luft in der Spessartgemeinde, die in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Baugebietsausweisungen kräftig wuchs. Durch die das Gemeindegebiet streifende Bundesautobahn A3 - Frankfurt - Nürnberg mit den günstig gelegenen Anschlusstellen in Rohrbrunn und Marktheidenfeld, sowie die ehemalige B8, ist die Gemeinde gut an das überörtliche Straßennetz angebunden.

Im nahegelegenen "Weihersgrund" wurde am 18.Mai 1998 das 100. Naturschutzgebiet in Unterfranken durch den damaligen Umweltminister Dr. Thomas Goppel seiner Bestimmung übergeben. Zahlreiche seltene Pflanzen sind dort beheimatet. Im Jahre 2009 vergrößerte sich das Gemeindegebiet durch die Eingemeindung des früher gemeindefreien Gebietes "Bischbrunner Forst" um ein Mehrfaches.

Die komplette Chronik der Gemeinde "Beiträge zur Geschichte Bischbrunn/Oberndorf" ist bei der Gemeinde zum Preis von 15,00 € erhältlich. Siehe auch unter der Rubrik "Schriften".

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